Raphael Kandra zum ersten Mal Deutscher Einzelmeister

Franziska Hennes holt im Sportwerk Hamburg vierten Einzeltitel

Hamburg, 18. Februar 2018. Der Finaltag der 43. DUCAT Deutschen Einzelmeisterschaften bot spannende, hochklassige Spiele umrahmt von einem Rahmenprogramm mit der Tanzperformance der Gruppe Extravaganza, sowie Licht und Pyroeffekten, die erstmals in dieser Form bei einer DEM im Sportwerk Hamburg zum Einsatz kamen. In dieser stimmungsvollen Atmosphäre wurden erstmalig Raphael Kandra (1, Paderborner SC) und zum vierten Mal Franziska Hennes (1, Paderborner SC) Deutsche Einzelmeister. Sie waren in ihren Finals erfolgreich gegen Valentin Rapp (3/4, SI Stuttgart) bzw. Sina Kandra (2, Paderborner SC). Die Bronzemedaillen gingen erstmalig an Tim Weber (2, Black & White RC Worms) und Nele Hatschek (3/4, SRC Duisburg) Die Esche Deutschen Amateurmeisterschaften gewann Dustin Eickhoff (33/64, 1. SC Diepholz) im Finale gegen den Felix Göbel (33/64, ST Aplerbeck).

Raphael Kandra wurde seiner Favoritenrolle zum Spielbeginn im Finale gegen Valentin Rapp voll gerecht. Hochkonzentriert agierte der Paderborner und ging so schnell mit 11:5 und 11:2 in Führung. Doch dann kam Valentin Rapp besser ins Spiel und konnte mit guten Längen dem druckvollen Spiel seines Gegners mehr entgegensetzen. So gewann der Stuttgarter, der nie zuvor in einem Finale einer DEM oder bei einem Deutschen Ranglistenturnier stand, den dritten Durchgang. Doch dann war es wieder Kandra das Finale zu bestimmen, wobei Rapp zwar gut dagegen hielt, aber der Titel nach dem 11:6 im vierten Satz verdient zum ersten Mal an Raphael Kandra ging. „Es ist der größte Erfolg meiner Karriere und bedeutet mir sehr viel. Valentin Rapp hat seine Chance gegen mich dritten Satz gut genutzt, doch ich konnte mich dann wieder auf mein Spiel konzentrieren und so gewinnen.

Das kleine Finale bot ein enges Match zwischen dem zweiten der Setzliste Tim Weber und Jung-Nationalspieler Lucas Wirths (5/8, Paderborner SC). Der junge Paderborner leistete viel Gegenwehr und zwang Weber in den ersten Durchgängen in die Verlängerung, der dann aber mit 13:11 und 16:14 die Oberhand behielt. Anschließend bestimmte Weber das Spiel und gewann mit dem 11:2 seine erste DEM-Bronzemedaille. Auch für Lucas Wirths war es seine beste Platzierung bei einer DEM.

Im Finale der Damen trafen die arrivierten Spielerinnen des Paderborner SC Franziska Hennes (1, Deutsche Meisterin 2013, 2014 und 2017) und Sina Kandra (2, zweifache Deutsche Meisterin 2011 und 2015) aufeinander. Es entwickelte sich ein Spielverlauf über fünf Sätze, das hin und her wog. Zunächst erwischte Kandra den besseren Start und ging mit 11:4 schnell in Führung, doch dann war es an der Vereinskollegin Hennes, das Heft des Handelns zu übernehmen. So gingen die Sätze zwei und drei mit 11:7 sowie 11:8 zu ihren Gunsten. Doch der vierte Durchgang ging wieder mit 11:5 deutlich an Kandra. Im engen Entscheidungssatz setzte sich Hennes mit 11:8 durch und gewann zum zweiten Mal in Folge die DEM im Sportwerk Hamburg sowie ihren vierten Titel insgesamt. „Die ersten beiden Sätze waren wechselseitig von hoher Nervosität geprägt. Dann hat mich mein konzentrierteres Spiel nach vorne gebracht“, sagte Hennes direkt nach ihrem Finalsieg.

Nele Hatschek gewann das kleine Finale gegen Saskia Beinhard (3/4, SC Monopol Frankfurt) und holten mit der Bronzemedaille den größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Dieser Erfolg war so im Spielverlauf lange nicht absehbar. Schnell lag Hatschek 7:11 sowie 4:11 hinten und war im dritten Satz bereits mit 4:8 im Rückstand, bevor sie den gesamten Spielverlauf auf den Kopf stellte. Nach einer Aufholjagd zum 11:9 im dritten Satz gewann sie auch die Durchgänge vier und fünf jeweils mit 11:7. Auf die Frage des Moderators was Hatschek, denn ab der Spielmitte anders gemacht hätte, sagte sie achselzuckend: „Weiß ich gar nicht. Beim 4:8 hatte ich im Kopf das Spiel eigentlich schon verloren gegeben. Aber so spielte ich dann viel lockerer und alle Bälle, die ich mir vorgenommen hatte, klappten auf einmal. Das konnte ich mir dann bis zum Ende bewahren.“

Die Hamburger Platzierungen: 8. Platz, Rudi Rohrmüller; 10. Platz, Felix Auer; 12. Platz Christian Wucherer; 14. Platz Julius Benthin; 17.Platz Norman Junge (alle Sportwerk Hamburg e.V.).

Schon zu Beginn des Finaltages um 11 Uhr gab es ein enges Finale der ESCHE Deutschen Amateurmeisterschaften zwischen Dustin Eickhoff und Felix Göbel. In vier Sätzen setzte sich der Diepholzer in dem umkämpften Spiel durch. Jukka Aalto (33/64, Kaifu Ritter) belegte als bester Hamburger den 6. Platz.

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